Landesverband Niedersächsischer Buckfastimker e.V.

 

 

 

Beschickungs-Termine 2018

 

1. Termin:

Donnerstag, 21.06.2018 - 6:00 Uhr Abfahrt Frachtfähre

(zurück 1. Termin: Freitag, 06.07.2018 - ca. 7:00 Uhr ab Baltrum)

 

2. Termin:

Donnerstag, 05.07.2018 - 5.00 Uhr Abfahrt Frachtfähre

(zurück 2. Termin: Freitag, 20.07.2018 - ca. 7:00 Uhr ab Baltrum)

 

3. Termin:

Donnerstag, 19.07.2018 - 5:30 Uhr Abfahrt Frachtfähre

(zurück 3. Termin: Dienstag, 07.08..2018 - ca.8:00 Uhr ab Baltrum)

 

4. Termin:

Montag, 06.08.2018 - 6:30 Uhr Abfahrt Frachtfähre

(zurück 4. Termin: Dienstag, 21.08.2018 - ca.8.30 Uhr ab Baltrum)

 

 

 

Wie auch im letzten Jahr stellen sich folgende „Sammler“ zur Verfügung.

Zeiten, Treffpunkte und Kapazitäten bitte bei den Betreffenden erfragen.

 

1. Termin: Friedrich Lahmann  Mobil: 0170 146 1668     Tel.: 039007-780 (ab 17 h)          

 

2. Termin: Heike Aumeier         abends 19-22 Uhr:         Tel.: 09944-2319         

 

3. Termin: Frank Osterloh         Mobil: 0174 340 1630     Tel.: 05085-956131

 

4. Termin: Matthias Arndt          Mobil: 0176 783 04648  Tel.: 07332-3879

                 Rudolf Gerber           Mobil: 01741946715       -  -  -

 

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BALTRUM  ZUCHTSAISON  2018

 

Im Jahr 2018 wird eine Schwesterngruppe Töchter aus M112(TR) zur Aufstellung kommen.

Es handelt sich um Kombinationszuchtmaterial aus Monticola x Buckfast.

Ahnentafel, Mutterlinie wie folgt:

 

M112(TR) = 16-M84(TR)balB76(TR)

                   14-M180(TR)balB54(TR)

                   13-M62(TR)balB47(MKK)

                   11-M27(TR)balGR109(TR)

                    imq. pure x pure

                    Kilimanjaro Tanzania 2600m ü.NN

 

Um die Mutterlinien der angepaarten Drohnenherkünfte zu überblicken rufen Sie bitte auf unserer Webseite>Archiv die dokumentierten Baltrumjahre auf. Wir verfügen über ca. 50 Bienenvölker (Curic und Rueppel) mit diesen Töchtern aus 112. Es ist geplant 20 Vollvölker auf die Insel zu bringen.

 

Es war in Gesprächen mit Bruder Adam zwischen 1980 und 1984 schon immer Thema: Sein Traum diese Bienen zu erproben. Er erhoffte sich damals ein vielleicht mögliches Rezept, um der neuen Bedrohung Varroamilbe entgegenzuwirken. In dieser Zeit sammelte ich sämtliche Literatur über Bienen in Ostafrika für meine Magisterarbeit. Wobei ich ihm in Kopie alles über die am Fuß des Kilimanjaro lebende Bevölkerung mitbrachte. Besonders die Literatur von Missionar Bruno Gutmann von 1909, 1913 und 1923 fanden sein Interesse.

Taylors Film hat Bruder Adams Reise nach Tansania dokumentiert. Allerdings fielen alle auf dieser Reise gesammelten Königinnen im Hotel einem dort versprühten Insektizid zum Opfer.

 

Über 30 Jahre später bekam ich nun überraschend selbst die Gelegenheit mich mit diesen Bienen zu beschäftigen. Der Mount Kilimanjaro ist mit 5885 m Höhe über dem Meeresspiegel das höchste Bergmassiv Afrikas. Die Originalkönigin erhielt ich von einer Gruppe österreichischer Bergsteiger, die den Gipfel bzw. einen der Nebengipfel bestiegen haben. Der Imker unter den Bergsteigern ist Euch vielleicht bekannt, will aber nicht ausdrücklich genannt werden. Auf dem Weg zum Dach Afrikas führt die Route durch unberührte Regenwälder des Nationalparks. Auf 2600 m ü.NN gab es Kontakt mit einem einheimischen Bienenhalter, der dort seine Röhren (Beuten) in die Bäume gehängt hatte. Dadurch, dass die Beuten aus zwei Halbschalen gefertigt waren, ergab sich die Möglichkeit, mit Vorsicht von unten in die Wabengassen zu sehen ohne eine Wabenbruchschweinerei zu verursachen.

 

Bruno Gutmann lebte bei den Dschagga, die einen schmalen Gürtel am Süd und Osthang des Kilimanjaro bewohnen. Er berichtet, dass die Einwohner zwei Bienenarten (suki) unterscheiden: die stachelbewehrte Honigbiene (nsaro) und die stachellose Biene (umbau), die zu den Trigona Arten gehört. Bei den stachelbewehrten Honigbienen unterscheiden sie Völker mit helleren kleineren Bienen und dunkel gefärbten größeren Bienen.

 

Je mehr man sich dem Flachland nähert entfernt man sich von den dunklen Bienen des Hochlandes, die in Größe und Aussehen sehr europäisch wirken. Die Eigenschaften dieser Bienen, ich kann natürlich nur von dieser einen Mutter sprechen, sind relativ schnell veränderbar, verglichen mit dem hartnäckigen Festhalten der Muttereigenschaften einer anatolica. Eine wunderbare Biene auch vom Hygieneverhalten. Das Manko: ihre Bereitschaft zu schwärmen. Aggressivität war nicht so das Problem. Aber: sehr schöne Brutnestanlage, Vitalität von Brut und Bienen sowie ganz enorme Volksstärken. Diese Bienen kommen nicht wie andere Buckfastlinien aus Mangelgebieten. Hier profitierten wir von der Vorgabe: Aus der Wüste in die (Kultur)Wüste. Im tropischen Regenwald gibt es sichere Regen- und Blühperioden.

 

Die M112(TR) ist erst die 4. Auslesegeneration. Die Beeinflussung über die Drohnenseite ist ja eine andere wie von der Mutterseite. Wollen wir profitieren von den Eigenschaften, wäre es falsch noch länger zu warten.

Zumindest ist mir das bei der Südafrika Herkunft GR109 im Jahr 2011 doch sehr gut gelungen. Schließlich hatte diese Drohnengruppe ebenso einen leicht experimentellen Charakter, jedenfalls aus meiner Sicht. Ich bin eher übervorsichtig als Züchter. Will man es 100% frei von Überraschungen? Über so etwas verfüge ich auch: empfehle ich 2018 auch Lauthental zu nutzen. Das ist richtig erbstabil dem Zuchtziel perfekt angenähert. Honig, Honig, keine Schwärme, also auch wenig Arbeit. Pedigree siehe dort (Salau).

 

Auf Baltrum können 2018 auch neue Eigenschaften entstehen bzw. versteckte sichtbar werden bei den dort angepaarten Königinnen. Das kann die weitere Auslese erfolgreicher machen. Die standbegatteten Königinnen der M112 zeigen sich bei der Färbung jetzt auch in orange, aber auch teils immer noch dunkel. Die Arbeitsbienen letzterer sehen aber trotzdem mit 1 bis 1,5 hellen Ringen wie viele andere Buckfast aus. Die Ergebnisse vom erbstabilisierten Marokkomaterial von 2017 sehe ich überaus gut gelungen. Wir wollen unsere Arbeit gern spannend.

Die Witterungsverläufe und Honigernten hatten ja eher Charakter eines Abenteuers. Da sind wir dagegen nicht so scharf drauf.

 

Thomas Rueppel

LNB Zuchtkoordinator

22.11.2017

 

 

Literatur:

 

Bruder Adam     1988 Afrikas Bienen. Herausforderung für die fortschrittliche

                        Züchtung ADIZ,22 8 S.277-278 & ADIZ 9 S.300-303

Blackburn, R.H. 1971 Honey in Okiek Personality, Culture and Society,

                        Diss. (PH.D.) Michigan State University

Gutmann, B.     1909  Bienenzucht bei den Wadschagga in Globus 96, Nr.13

                        S.205-207 Braunschweig

                        1913 Feldbausitten und Wachstumsbräuche der Wadschagga

                         in Zeitschrift für Ethnologie,45 S.475-511, Berlin

                        1923 Die Imkerei bei den Dschagga in: Archiv für  

                         Anthropologie, Neue Folge 19 S.8-35, Braunschweig

Rueppel, T.        1982 Ethnologische Aspekte der Bienenhaltung in Ostafrika

                        (M.A.) Georg-August Universität Göttingen

Taylor, David      1988 The Monk an the Honeybee, York Films of England 

                         90 Minuten.

 

 

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Die Nutzungsgebühren sind sofort nach Anmeldung zu überweisen

 

W I C H T I G : Bitte auf dem Überweisungsträger angeben:

 

- Anlieferungstermin

- Anzahl der Einheiten

- Art der Begattungskästen

 

LNB

Sparkasse Gifhorn Wolfsburg

IBAN: DE48 2695 1311 0161 4602 82

BIC: NOLADE21GFW 

 

Nutzungsgebühren Inselbelegstelle Baltrum (gemäß Mitgliederbeschluss JHV 2014)

pro Begattungseinheit:

 

Mini-Plus                                        15 Euro

Apidea                                            13 Euro

Kieler                                              13 Euro

 

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Belegstellen-Ordnung für Insel Baltrum

 

Hoch- und Niedrigwasser und die Abfahrtszeiten der Fähren geben immer nur wenige Möglichkeiten früh am Morgen auf die Insel zu fahren. Die Beschicker finden sich eine Stunde vor Ablegen der Fähre in Neßmersiel ein.

 

Die Abfahrzeiten sind geschätzt und werden vom Kapitän jeweils festgelegt.

 

In der Regel fahren wir einen Tag vor Abholtermin mit der ersten Fähre und mit neuen Kästchen zur Aufstellung im Gepäck auf die Insel. Reine Abholer können mit einer spä­ter fahrenden Fähre nachkommen.

 

Es werden vier Durchgänge angeboten. Zudem gilt weiterhin eine Mengenbegrenzung wegen der Transportlogistik und zum Sicherstellen des Begattungserfolges.

 

Die Mithilfe der anliefernden Bienenzüchter ist Voraussetzung. Falls Sie nicht auf die Insel mitfahren können, müssen Sie eine andere Person für Ihre Kästchen als Ver­antwortlichen benennen. Falls Sie beim Abholen nicht selbst kommen können, müssen Sie unbedingt mitteilen, welche Person Ihre Kästchen abholt.

 

Bitte geben Sie an, unter welcher Telefon- oder Handynummer Sie am Anliefer- und Ab­holtag erreichbar sind.

 

Kennzeichnen Sie die Kästchen bitte deutlich.

 

Die Anmeldung der Kästchen erfolgt ausschließlich an

 

 

Detlef Kremer

 Landstr.56, 26506 Norden

Telefon 0173 818 0737

e-mail: kremer-norden@gmx.de

 

 

Detlef bestätigt die Anmeldung. Diese soll bis spätestens14 Tage vor dem geplanten Termin erfolgen mit Angabe der Menge und der Art der Kästchen (Apidea, Kieler, Mini).

 

Bei Misslingen der Zellen oder anderen Unbilden erwarten wir, falls Sie nicht kommen, eine frühzeitige Absage!

 

Eine gültige Veterinärbescheinigung ist per Email vorab zu schicken, spätestens aber in Kopie am Fähranleger abzugeben.

 

 

Organisation:

 

Selektion Drohnenmaterial Thomas Rueppel. Die Arbeitsgruppe der Drohnenvölker­steller Curic, Kremer, Rueppel, Werner werden den Belegstellenaufbau und -Abbau vor­nehmen. Alle Arbeiten vor Ort, wie z.B. die Begleitung der Beschicker und das Füttern der Drohnenvölker, übernimmt Detlef Kremer.

 

 

Ihre Begattungskästchen

 

müssen absolut drohnenfrei sein und von uns kontrollierbar über ein Drohnenabsperr­gitter verfügen. Für eine ausreichende Transportbelüftung ist zu sorgen. Die Kästchen sollen sturm- und rüttelsicher auf leichten Gestellen fest zusammengebunden sein. Auf dem Pferdewagen wankt es mächtig. Wegen des Gewichts beim Tragen in den Dünen: Nur 2 Mini pro Set, 4 Kirchhainer / Kieler pro Set. Keine Flüssigfütterung! Um die Begattungskästchen dürfen keine Bienen umherfliegen, bitte dafür Sorge tragen (Gitter­böden sauber fegen usw.) Mit der Personenfähre fahren Touristen, Kind und Kegel. Die Pferde der Spedition, die für uns schwitzen und die Bienen lieben sich gegenseitig nicht.

  

Die Fluglöcher müssen von außen zu öffnen sein und zwar eindeutig auf offen für die Königin. Der Apideaschieber ist vor dem Runter- bzw. Zufallen zu sichern: Nagel mit­liefern!

 

Eine Versiegelung der Kästchen ist vorteilhaft, sie bringt Gewissheit was die Un­berührtheit anbetrifft.

 

Für alle Termine gilt eine Höchstgrenze. Beachten Sie die Standzeiten auf der Insel. Bereits 4-5 Tage alte Königinnen können von Vorteil sein. Bei schlechtem Wetter kön­nen wir die Kästchen auch bis zum nächsten Termin stehen lassen, damit diese noch ausfliegen können. Bitte bedenken Sie, dass ein Apidea dann Futterprobleme bekom­men kann.

 

 

Warnung:

Nur in Begleitung der Belegstellenleiter ist es gestattet, die Belegstation zu be­treten. Das gilt für die Aufstellflächen der Begattungsvölkchen sowie den Platz der Drohnenvölker.

 

 

Haftung

 

Jeder Belegstellenbenutzer muss selbst für eine entsprechende Haftpflichtversicherung Sorge tragen. Das gilt sowohl für die Bienen (Betriebshaftpflicht) als auch Diebstahl, Frevel, Transport und andere Risiken. Der LNB übernimmt keinerlei Haftung.