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"Hier vereinigen sich Passion - 95 % der Bienen werden von etwa 90.000 Hobbyimkern gehalten - mit einer wertvollen Leistung für die Gesellschaft", erklärte Renate Künast weiter. Hinzu kommt, dass "Echter Deutscher Honig" ein besonderes naturbelassenes Qualitätsprodukt ist, das in der Gunst der Verbraucher besonders hoch steht. Das BMVEL unterstütze deshalb die Bemühungen der Bieneninstitute und des Deutschen Imkerbundes, junge Leute für die Imkerei zu begeistern und notwendige Fertigkeiten für den anspruchsvollen Umgang zur Erhaltung gesunder Bienenbestände zu vermitteln.
Angesichts der Verluste in der letzten Überwinterungsperiode informierte sich die Ministerin über die Maßnahmen zur wirksameren Bekämpfung der Varroamilbe, die die Hauptursache für die Verluste ist. Bei der vergangenen Überwinterung der rd. 900.000 Bienenvölker waren außerordentlich hohe Verluste (29 %) aufgetreten. Wie man heute weiß, waren diese hohen Schädigungen durch die Varroamilbe auf besondere klimatische Umstände und nur eingeschränkte Wirkung der Bekämpfungsmaßnahmen zurück zu führen.
Die Ministerin besprach mit den Fachleuten auch die Wirksamkeit der Instrumente zur nachhaltigen Bienenbestandsentwicklung. So wurden inzwischen zwei neue umwelt- und verbrauchergerechte organische Arzneimittel zur Varroabekämpfung (Thymol, Milchsäure) zugelassen. Mit Unterstützung des BMVEL werden neuartige züchterische Verfahren für eine Bienenzucht auf Varroatoleranz gefördert. Dabei möchte das Institut Hohen Neuendorf moderne Verfahren der markergestützten Selektion erstmals auch in der Bienenzucht anwenden.
Quelle: BMVEL-Pressestelle, Pressemitteilung Nr. 218 vom 1. September 2003
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